image

image
Die 1971er Plymouth Cuda Cabriolet Story - Teil 2

Was macht diesen HEMI 2 Millionen Dollar wert? Die Tatsache, dass es das letzte Cuda Cabriolet ist, welche 1971 gebaut wurden?




Nein, einfach der Wille des Käufers 2 Millionen dafür hinzublättern und der Wille des Verkäufers das exotische Stück für die Summe zu verkaufen! Natürlich ist es nicht unerheblich, dass gerade mal nur 12 Stück von diesen Fahrzeugen gebaut wurden.


Ein paar glückliche "
Finder" haben jeweils eine kleine Goldgrube ausgehoben:


Stolzer Besitzer diese weissen Re-Importes HEMI Cuda Cabriolet aus Frankreich ist Bill Weimann. Bill besitzt allerdings nicht nur dieses wunderschöne HEMI Cuda Cabriolet, in seinem Besitz befindet sich ein zweites, blaues (True Blue GB5) Cuda Cabriolet. Die Billboards auf dem weissen Cabriolet sind original gemäss Broadcast Sheet. Weitere besondere Merkmale sind das manuelle Faltdach und die Radio-Delete-Option. Der Wagen hat ein Automatikgetriebe mit einer 3:23er Hinterachsübersetzung.

Wie kam Bill zu diesem Wagen?
 
Der Wagen wurde 1997 an Carlos Monteverde, einem Mopar Sammler aus Kensington England verkauft. Carlos besitzt rund 30 Mopars, die Fahrzeuge haben entweder HEMI, oder Six-Pack Motoren. Carlos wollte dieses Cabriolet haben, einfach weil es ein Top rares Fahrzeug von nur 11 produzierten ist. Er spricht nicht gerne über Geld und hüllt sich in Stillschweigen, wenn es um die Kaufsumme des HEMI's geht. Es ist allerdings kein Geheimnis, dass er ihn für 450'000 Dollar versichert hat.

Der Cuda hat rund 12'000 Kilometer (7400 Meilen) auf dem Tacho. Roger Gibson, einer der bekanntesten Mopar Restauratoren erinnert sich gut an den Wagen. Er sagt, es sei eines der schönsten Stücke welches er in Auftrag genommen hat. Der Wagen wurde bereits einmal neu lackiert, befindet sich aber in einwandfreiem Zustand. Rost sucht man vergebens, auch sämtlichen original Blechteile befinden sich noch am Fahrzeug. Die einzigen Löcher die Gibson fand, waren die der nachträglich montierten, typisch europäischen Rückspiegel. Das Steuerrad war recht anschaulich, aber Carlos wollte ein besseres und war bereit (Klingeling) eine Summe von 3'600 Dollar dafür hinzublättern. Gibson hatte zwar noch eines in seinem Lager für die bescheidene Kleinigkeit von 4'800 Dollar, musste aber zugeben, dass sich das "billigere" in eindeutig besserem Zustand befand. Klingeling, weitere 3'000 Dollar wurden für den schöneren Frontgrill hingeblättert... und die Kasse klingelte weiter munter. Geld spielt wahrlich für Carlos keine Rolle. Der HEMI muss einfach absolut perfekt sein.

Roger Gibson restaurierte das HEMI Cabriolet von Grund auf im Juni 2004. Während den Arbeiten kamen einige typische "französische" kleine Änderungen ans Tageslicht. Die Franzosen spritzen im Motorraum einige Komponenten in dem falschen Farbton, verwendeten falsche Schrauben und falls sie Probleme mit den Zoll-Massen hatten wurde einfach kurzerhand ein metrisches Gewinde geschnitten.

Carlos war es sehr wichtig dieses Fahrzeug von einem absoluten, zertifizierten Profi durchführen zu lassen. Das Ergebnis darf sich sehen lassen. Der HEMI ist ein Traum auf vier Rädern.


Kein Ende in Sicht!


Der Rekord des höchsten je bezahlten Preises für einen Muscle-Car, steht zwischenzeitlich auf 3 Millionen Dollar für das True Blue HEMI Cuda Cabriolet von Milton Robson.

 
Interessante Details findest du auch in unserem ersten Teil der unglaublichen HEMI Cuda Geschichte.