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1969 Super Bee Restauration
 

Dodge Superbee Restauration
 

69 Dodge Superbee Swiss Restoration


Stolzer Besitzer dieses restaurierten Dodge Superbee ist der Schweizer René Brotschi. Wie es dazu kam, und was er bei seiner Restauration erlebte, erzählt er Euch besser selber:

Der erste Kontakt und Auslöser für den Kauf dieses Fahrzeuges war ein Ferienaufenthalt in Kalifornien. Damals überholte uns ein Super Bee auf dem Highway und wir versuchten so lange wie möglich diesem Wahnsinn auf 4 Rädern zu folgen, leider vergebens. Nach den Ferien habe ich beschlossen das muss mein nächstes Fahrzeug sein.

Also begann ich die Suche nach einer originalen Super Bee. Es stellte sich bald heraus, dass es gar nicht so einfach war genau dieses Fahrzeug zu finden. Das geeignete Objekt zu finden dauerte ca. 3 Jahre. Reinhard Seier hatte das Auto 1994 auf einer Geschäftsreise aufgespürt und mir einige Fotos und seine persönlichen Eindrücke mit nach Hause gebracht. Das Fahrzeug wurde im Oktober 1994 durch die Firma Daytona Speed in South Carolina aus privater Hand in meinem Auftrag gekauft. Beim Kauf war schon klar, dass nur eine Vollrestauration in Frage kam.


Am 12. November (meinem Geburtstag) wurde das Fahrzeug von Jacksonville Florida nach Amsterdam verschifft. Im Januar 95 konnte ich nun endlich selbst das Auto in Augenschein nehmen und natürlich Probe fahren. Nach der Besichtigung und Probefahrt stellte sich schnell heraus, dass das Auto zu Rennzwecken verwendet wurde (Achsuntersetzung 4.56:1), im dritten Gang konnte problemlos angefahren werden. Das Fahrzeug präsentierte sich in gutem Originalzustand, bis auf den Motor welcher leider nicht mehr original war.


 


Für die Restauration konnte ich mir genug Zeit nehmen, da ich immer noch stolzer Besitzer eines 71er 440er Challenger bin, den ich übrigens immer noch gerne benütze.


Dodge Superbee

 

Im März 95 wurde die komplette Restauration in Angriff genommen. Für die Restauration wurden ca. 1500 Arbeitsstunden aufgewendet. Wie so oft steckt der Teufel im Detail. Zum Beispiel wurde sehr viel Zeit in die Restauration von dem Kühlergrill und Lampenfassungen gesteckt (ausbauen, ausbeulen, Umrandungen hochglanzpolieren, 2-farbig schwarz-silber einbrennlackieren und klarlackieren). Auch viel Zeit wurde zur Suche von Originalteilen aufgewendet. Besonders schwierig zu finden waren beispielsweise die Radzierläufe und der hintere Kotflügel.


 
     



Ein spezieller Dank für die Unterstützung und tatkräftige Mithilfe verdienen einige meiner Freunde:

· Reinhard Seier (Daytona Speed) für seine geleisteten Arbeiten und unermüdliche Suche nach Originalteilen
· Manfred Suter für seine tatkräftige Mithilfe
· Konrad Brotschi (mein Bruder) für die unzähligen verzinkten Teile


Da mein Bruder in einer Verzinkerei arbeitet, wurden viele Teile verzinkt z.B. H-Träger, Achsschenkel, Lüftungsklappen, Kurbelapparate der Türen und hinterer Fenster, Gaspedal-Halterung, Blattfeder-Halterung, Lenkstock Teile, unzählige Schrauben, sämtliche Türschlösser, Kofferraumschloss usw. Türen, Kofferraumdeckel, Armaturenbrett und die vorderen Kotflügel wurden abgelaugt. Der Rest wurde sandgestrahlt.


 
 
       
     


Im August 97 wurden die letzten Teile montiert und im Oktober 97 war das Auto zur ersten Ausfahrt bereit.

 
     

 

Eine Restauration von diesem Umfang würde ich ohne eigene Garage wahrscheinlich nicht mehr machen, da der Zeit- und Kostenaufwand einfach zu gross ist.

Positiv zu bewerten ist jedoch, dass die Bindung zu einem Fahrzeug das grösstenteils selbst restauriert wurde viel grösser ist als zu einem fertig gekauften. Demzufolge macht auch das Fahren viel mehr Spass.
Erstaunlicherweise waren Kinderkrankheiten überhaupt kein Thema, wenn man von Getriebeproblemen absieht die von falschen Synchronringen hervorgerufen wurden, die einen erneuten Ausbau vom Getriebe erforderlich machten.

Auch bei der Motorfahrzeugkontrolle gab es keinerlei Probleme. Im Gegenteil, die Experten hatten ihre Freude an diesem Fahrzeug.
Der grösste Spass am Restaurieren ist eindeutig das Auffrischen von erhaltungswürdigen Teilen und das Einbauen derjenigen.

Das Gefühl, nach knapp 3 Jahren Arbeit das erste Mal den Zündschlüssel zu drehen und der Wagen springt an, ist phänomenal!